Wir kaufen ein Haus!

Das Jahr 2016 geht dem Ende zu. Es war ein Jahr voller Erwartungen, Rückschlägen, Hochs und Tiefs für unsere Hausprojektgruppe.

Auf den letzten Metern des Jahres gibt es jetzt doch noch einmal was von uns zu hören:

Es gibt Neuigkeiten, und zur Abwechslung mal sehr gute!

Wir haben einen Termin für die Unterzeichnung des Haus-Kaufvertrages! Juhu!!!

Nachdem es im späten Sommer und Herbst noch einiges hin und her, sowohl mit dem Hauseigentümer, als auch mit der kreditgebenden Bank gab, ist jetzt alles eingetütet, zugeklebt, abgeschickt. Fehlen nur noch die Unterschriften, dann Schleife drum und Haus gekauft.

Hört sich einfach an, war es aber keineswegs. Viele Notfalltreffen liegen hinter uns. Lange Telefonate, Emailverkehr mit Notar, Eigentümer und Bank. So einige Nerven wurden eingebüßt im Laufe der letzten Wochen und Monate. Aber die Mühen scheinen sich bald auszuzahlen:

Am 16.12. wird sich ein kleiner Konvoi von Solist_innen frühmorgens in ein oder zwei Autos quetschen und die Reise nach Bayern- ins schöne Muschenried- antreten.

Hier wird die Reisegruppe dann hoffentlich schon vorfreudigst von dem Noch-Hauseigentümer, samt Notar erwartet.

Soweit es keine weiteren Zwischenfälle gibt (Schneesturm auf der A9 oder ähnliches) werden dann um 11 Uhr die Kugelschreiber gezückt. Die Vorständ_innen der Sol-Leipzig GmbH werden ihre Unterschrift unter den Vertrag setzen. Und dann haben wir ein Haus gekauft. Mitte Januar soll dieses dann in unseren Besitz übergehen.

Soweit die Theorie. Ein Praxisbericht darüber, wie alles abgelaufen ist, folgt dann zum Jahreswechsel.

Vielleicht fragt ihr euch beim lesen jetzt:

„Wie geht es einer Gruppe junger Menschen, die für ein gemeinschaftliches Wohn- und Lebensprojekt zusammen die Hauptstadt verlassen hat, nach Monaten voller Bangen und Ungewissheiten, jetzt, da sich ihr Vorhaben mit hoher Wahrscheinlichkeit realisieren wird?“

Die Antwort hierauf kann nur so unterschiedlich ausfallen, wie die Menschen der Gruppe sind:

Manche von uns können es noch immer nicht so richtig glauben und werden ihr Mißtrauen wohl erst mit der Entrümpelung des Hauses über Bord werden. Andere sind voller Tatendrang, aufgeregt und vorfreudig. In unserer Gruppe hat sich ein Begriff etabliert im Laufe der letzten Jahre: „Normaleuphorie“. Dieser bezeichnet ein Gefühl der Euphorie und Vorfreude, das lieber unterdrückt wird und klein gehalten aus Angst vor Enttäuschungen und davor auf die Nase zu fallen. Bald können wir mit staubigen Händen dieses Gefühl hinter uns lassen und euphorisch durchstarten. Drückt uns die Daumen, dass alles klappt! Bald drücken wir euch eine Schaufel oder einen Hammer in die Hand und dann wird Zukunft gebaut.

Danke für eure Unterstützung!